„Was ist Antisemitismus?“

Aktuelle und alltägliche Erscheinungsformen der Judenfeindschaft waren am vergangen Sonntag Thema eines Vortrags von Wolfgang Benz, seit 1990 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Im Rahmen der von der Uni Leipzig organisierten Veranstaltungsreihe „Das Sonntagsgespräch“ erörterte Benz die Frage: „Was ist Antisemitismus?“ Dabei konzentrierte er sich weniger auf die jahrhundertealte Geschichte

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Wie geht es weiter mit der „Generation Praktikum“?

Viel diskutiert wird seit einiger Zeit die Situation der „Generation Praktikum“. In den Medien häufen sich Berichte über die veränderten Bedingungen für Absolventen insbesondere der Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften auf dem Arbeitsmarkt: Das Angebot einer unbefristeten Vollzeitstelle ist für frischgebackene Absolventen zu einer Seltenheit, ja zur Ausnahme geworden. Dagegen beschäftigen Unternehmen unter dem Etikett „Praktikum“

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Das Gefühl gebraucht zu werden

Ist Arbeit mehr als ein notwendiges „Übel“ zur ökonomischen Selbsterhaltung – gehört sie zu einem „guten“ Leben? Über den Stellenwert von Arbeit in der Philosophie referierte Sabine Gürtler bei der letzten Veranstaltung der powiplus-Reihe „Phantomschmerz Vollbeschäftigung“ im Wintersemester 2005/06. Unter Bezugnahme auf große Denker wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Marx und Soren Kierkegaard präsentierte

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Den Gewerkschaften droht ein Bedeutungsverlust

Die deutschen industriellen Beziehungen werden als Prototyp sozialpartnerschaftlicher Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen bezeichnet, und die Gewerkschaften werden insbesondere in der Neokorporatismus-Literatur eher als kooperativ denn als konfliktorisch charakterisiert. Es wird ihnen zugestanden, dass sie neben ihren Sonderinteressen mitunter auch gesamtwirtschaftliche Belange berücksichtigen. In der öffentlichen Diskussion über Ursachen und mögliche Wege aus der Arbeitslosigkeit wird den Gewerkschaften jedoch

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Ein „BAföG für alle“? Die Idee einer Grundeinkommen – Versicherung

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland – und damit der Anteil der Menschen, der unter gesellschaftlicher Exklusion leidet – wächst seit Jahrzehnten an. Doch längst sind es nicht mehr nur Arbeitslose, die von einer Einschränkung an gesellschaftlicher Teilhabe betroffen sind: Zusätzlich steigt auch die Zahl der „working poor“, der armen Arbeitenden. Michael Opielka, Professor für Sozialpolitik an

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Kontroverse Gedanken zur Deutschen Einheit

(LEIPZIG) Drei Wissenschaftler haben sich auf Einladung von powiplus am Dienstag ihre Gedanken zur Deutschen Einheit gemacht. Es blieb nicht beim Blick zurück, schnell waren Sigrid Meuschel, Crister S. Garrett und Günther Heydemann wieder in der Gegenwart angelangt. Unter der Leitung von powiplus-Mitglied Hagen Schölzel entspann sich im voll besetzten Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek Leipzig eine

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Zur Konstruktion von Devianz bzw. abweichendem Verhalten

Am 4.07.2005 hatte Powiplus zu einem letzten Kolloquium vor dem Sommer zum Thema „Konstruktion von Devianz“ geladen. Die Auseinandersetzung mit abweichendem Verhalten weckt unterschiedliche Erwartungen. Hier ein kurzer Eindruck von der Veranstaltung. Wer sich genauer informiert hatte, wußte, dass die Veranstaltung in zwei Teile zerfallen würde, deren Beziehung zum übergeordneten Titel sich tatsächlich nur noch

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Harte Zeiten für die Wahrheit – die schwierige Arbeit von unabhängigen Journalisten in Weißrussland

Eiszeiten und Freiheiten. Die Winter sind lang in Weißrussland, die Temperaturen frostig. Monatelang überzieht eine zentimeterdicke Decke aus Eis und Schnee das Land. Frostige Zeiten erleben die Journalisten in Weißrussland das ganze Jahr. Zumindest diejenigen, die versuchen unabhängige, kritische und wahrheitsgetreue Berichterstattung zu machen. Kurz, die ihren Berufsethos ernstnehmen. „Jedes Jahr werden unsere Freiheiten ein

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Endlich Ordnung in der Werkzeugkiste – Zum Potenzial der Foucaultschen Diskursanalyse

Das Interesse an Foucault scheint ungebrochen, das Wuchern der Diskurse zu und über sein Werk ist jedenfalls kaum noch zu ignorieren. Ob die allmähliche Drift einer Theorie von der Peripherie ins Zentrum akademischer Debatten zu deren Verbreitung oder Verwässerung beiträgt, lässt sich freilich erst aus größerer Distanz beurteilen. Axel Honneth zumindest hat es bekanntlich begrüßt,

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