Endlich Ordnung in der Werkzeugkiste – Zum Potenzial der Foucaultschen Diskursanalyse

Das Interesse an Foucault scheint ungebrochen, das Wuchern der Diskurse zu und über sein Werk ist jedenfalls kaum noch zu ignorieren. Ob die allmähliche Drift einer Theorie von der Peripherie ins Zentrum akademischer Debatten zu deren Verbreitung oder Verwässerung beiträgt, lässt sich freilich erst aus größerer Distanz beurteilen. Axel Honneth zumindest hat es bekanntlich begrüßt,

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Wer soll hier erzogen werden: DozentInnen oder StudentInnen?

Was fehlt ist eine Öffentlichkeit die weiß, was in der Universität tatsächlich passiert und warum diese Realitäten durch Studiengebühren allein nicht zu verändern sind. Meint man. Aber weiß die Öffentlichkeit all dies tatsächlich nicht? Vielleicht ist die allgemein zu spürende Zustimmung zur Problemlösung durch „Angebot-und-Nachfrage“ ja ein Symptom einer ganz anderen Krise, die gerade bei

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Soziale Netzwerkanalyse als moderne Strukturanalyse

Die soziale Netzwerkanalyse ist wie die Diskursanalyse ein Kind der Diskussion des Strukturalismus. Seit den 70er Jahren erfreut sie sich auch unter Politologen zunehmender Beliebtheit – hier vor allem im Bereich der Politikfeldanalyse. Die soziale Netzwerkanalyse verfolgt das Ziel, Beziehungen in komplexen Netzwerken zu erklären, wobei sie Theorien des sozialen Handelns benötigt. Damit ist jedoch

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Grundlegung eines militärischen Kleinkriegsverband – Perzeptionen der Gegenwart

Guerrillias never win wars, but their adversaries often lose them. – Wie Scott Wimberley, Autor des in den Vereinigten Staaten erschienenen Buches „Special Forces Guerrilla Warfare Manual“, behauptet, gewinnen militärische Kleinkriegsverbände Kriege zwar nicht, ihre Gegner verlieren diese jedoch oft. Und tatsächlich scheinen auch viele aktuelle Ereignisse im Irak der Charakteristik eines Partisanenkrieges zu entsprechen.

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The Jokers – Eine bunte Truppe auf dem Weg nach Middle East

„We are Jokers!“ So lerne ich sie am Frankfurter Flughafen kennen. Gutgelaunt steigen die Herren nach ihrem Nonstop Flug aus Los Angelas, California. Sie albern herum, lachen viel. Ein Insider folgt dem nächsten. Eine typisch erwartungsfrohe Touristengruppe. Sie machen einen Monat bezahlten Urlaub, erzählen sie mir. Wo können Menschen aus dem Sonnenstaat Urlaub machen? „In

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Christiansen und die Politikberatung: Die etwas andere Sicht der Dinge.

In seinem Buch „Meine Sonntage mit Sabine Christiansen. Wie das Palaver uns regiert“ erzählt Walter van Rossum, wie die mediale Plattform „Christiansen“ systematisch die Stimmung im Land zugunsten bestimmter Interessengruppen beeinflusst. In seinen Recherchen zu den Studiogästen steigert sich Rossum zu der These, dass Christiansen als ein Teil eines weitläufigen Systems gesehen werden könnte, dass

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Der Mittelstand als mögliche Wählerreserve einer aufstrebenden Rechten

Handwerker und kleine Unternehmen wollen Entlastung und Lebensmöglichkeiten, das Gros der Angestellten will Sozialpolitik sehen. Jugendliche und junge Erwachsene sehen sich vielfach um eine Zukunft betrogen, die ihnen von ihren Eltern einst versprochen worden ist. Herkunft und Bildung sind keine Garantie mehr für das spätere Auskommen. Nun ist dieser breite Block von keinem solidarischen gesellschaftlichen

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Regionale Wirtschaftsförderung in der EU zunehmend unter Druck

Wem die aktuelle regionale Wirtschaftspolitik in Sachsen, insbesondere angesichts der sogenannten EU-Osterweiterung und der „neuen“ alten Nachbarn Polen und Tschechien, ein Buch mit sieben Siegeln ist, den wird die aktuelle Diplomarbeit von Ariane Waldmann interessieren. Waldmann entwickelt die These, dass die regional fragmentierte Wirtschaftsförderung in den Grenzgebieten zu schwach ausfällt, um die eigentlichen Probleme zu

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